Rentenlücke – was sie bedeutet und wie du sie schließen kannst
Das Wichtigste in Kürze
- Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinem letzten Nettoeinkommen und deiner gesetzlichen Rente.
- Als Faustregel brauchst du im Ruhestand etwa 80 % deines letzten Nettos.
- Je früher du startest, desto kleiner ist der nötige Sparbeitrag – dank Zinseszins.
Der Begriff „Rentenlücke" taucht in fast jeder Diskussion über Altersvorsorge auf – und er beschreibt ein sehr konkretes Problem: Die gesetzliche Rente ersetzt nur einen Teil deines letzten Einkommens. Die Lücke zwischen dem, was du im Berufsleben verdienst, und dem, was später monatlich aufs Konto kommt, musst du selbst schließen.
Wie entsteht die Rentenlücke?
Deine gesetzliche Rente bemisst sich nach Entgeltpunkten: Wer genau das Durchschnittsentgelt (rund 45.000 € brutto pro Jahr) verdient, sammelt pro Jahr einen Punkt. Nach 45 Beitragsjahren ergibt das die sogenannte Standardrente – aktuell grob 1.600 € netto nach Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung. Das klingt zunächst solide, liegt aber weit unter dem gewohnten Nettoeinkommen. Wer mehr verdient, zahlt zwar mehr ein, doch die Beitragsbemessungsgrenze deckelt die Rente nach oben: Ab einem bestimmten Brutto wächst die gesetzliche Rente nicht mehr mit. Gerade Gutverdiener haben deshalb relativ gesehen die größte Lücke.
Wie groß ist deine Lücke?
Als Faustregel gilt: Im Ruhestand brauchst du etwa 80 % deines letzten Nettoeinkommens, um deinen Lebensstandard zu halten. Ein Beispiel: Bei 60.000 € Jahresbrutto bleiben heute rund 3.270 € netto im Monat. Die gesetzliche Rente wird nach heutigen Werten bei etwa 2.100 € liegen – es fehlen also über 1.100 € pro Monat, Jahr für Jahr, über einen Ruhestand von 20 bis 30 Jahren. Hinzu kommt das Langlebigkeitsrisiko: Die Lebenserwartung steigt, und dein Erspartes muss länger reichen, als viele denken.
So schließt du die Lücke
Die gute Nachricht: Die Rentenlücke ist planbar. Drei Hebel entscheiden über den Erfolg. Erstens die Zeit – wer mit 30 startet, braucht für dieselbe Zusatzrente nur einen Bruchteil des Sparbeitrags eines 50-Jährigen, weil der Zinseszins die Hauptarbeit übernimmt. Zweitens die Rendite – ein breit gestreutes Welt-Aktienportfolio hat historisch im langjährigen Durchschnitt deutlich mehr erwirtschaftet als Sparbuch oder Tagesgeld. Drittens die Steuern – in einer ETF-Rentenversicherung wachsen Erträge steuerfrei, und bei der Auszahlung greift nach der 12/62-Regel nur der halbe Steuersatz.
Konkret heißt das: Berechne zuerst deine persönliche Lücke, leite daraus den nötigen monatlichen Sparbeitrag ab und lass ihn automatisiert in ein diversifiziertes ETF-Portfolio fließen. Genau dafür haben wir Pensionflow gebaut – Rentenlücke berechnen, Strategie wählen, ab 50 € im Monat starten.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
