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ETFs & Fonds

Aktien-ETFs: Warum die Haltedauer entscheidend ist

Von Pensionflow9. Januar 20253 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Etwa in einem von vier Jahren schloss der MSCI-World-Index negativ ab.
  • Die durchschnittliche Jahresrendite lag über drei Jahrzehnte bei rund 7 %.
  • Ab über 25 Jahren Haltedauer sinkt das Verlustrisiko auf nur noch 0,1 %.

ETFs erfreuen sich großer Beliebtheit, doch Aktienmärkte unterliegen teils starken Schwankungen. Die Haltedauer spielt deshalb eine entscheidende Rolle für den langfristigen Anlageerfolg. Je länger ein Investment gehalten wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem ETF-Sparplan Verluste zu erleiden. Aber warum ist das so, und wie lässt sich dies mathematisch erklären?

Kurzfristig hohe Schwankungen

Die Börse spiegelt die globale Wirtschaft und deren Unternehmen wider. Kurzfristig jedoch können zahlreiche Faktoren wie Wirtschaftskrisen, politische Unsicherheiten, Naturkatastrophen oder Pandemien die Kurse stark beeinflussen. Ein einzelnes Jahr an der Börse ist oft von hoher Volatilität geprägt, die sowohl erhebliche Gewinne als auch Verluste mit sich bringen kann. Historische Daten, beispielhaft der MSCI-World-Index, verdeutlichen dies: Etwa in einem von vier Jahren erzielte der Index eine negative Performance. Dennoch lag die durchschnittliche jährliche Rendite des Index in den vergangenen drei Jahrzehnten bei rund 7 %. Für Anleger bedeutet dies, dass sie langfristig gute Chancen haben, von dieser durchschnittlichen Rendite zu profitieren, selbst wenn es in einzelnen Jahren zu Verlusten kommt. Je länger der Anlagehorizont, desto mehr gleichen die Jahre mit Gewinnen die Verlustjahre aus.

Das Gesetz der großen Zahlen

Der Rückgang des Risikos bei längerer Haltedauer lässt sich auch statistisch erklären. Das Gesetz der großen Zahlen besagt, dass der Durchschnitt einer Stichprobe mit wachsender Anzahl an Beobachtungen stabiler wird und sich dem Erwartungswert annähert. Bezogen auf den Aktienmarkt bedeutet dies, dass die durchschnittlichen Renditen mit zunehmender Haltedauer immer näher an den langfristigen Durchschnitt von etwa 7 % pro Jahr heranrücken. Je länger Sie also am Aktienmarkt investiert bleiben, desto wahrscheinlicher ist es, den Erwartungswert zu erreichen. Statistisch lässt sich zeigen, dass bereits ab einer Anlagedauer von mehr als 25 Jahren das Verlustrisiko – also die Wahrscheinlichkeit, am Ende weniger zu haben, als eingezahlt wurde – bei nur noch 0,1 % liegt. Nach 35 Jahren ist es statistisch nicht mehr messbar.

Geduld und Disziplin zahlen sich aus

Langfristiges Investieren erfordert somit Geduld und Disziplin, doch diese Tugenden werden belohnt. Anleger, die über Jahrzehnte hinweg investiert bleiben, profitieren von den Wachstumschancen der Märkte und reduzieren zugleich das Risiko, durch kurzfristige Schwankungen Verluste zu erleiden. Aktien-ETFs stellen daher häufig eine gute Wahl für die Altersvorsorge dar, da der Anlagehorizont hier oft mehrere Jahrzehnte bis zum Renteneintritt umfasst.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.